Von Excel- und ERP-Exporten zum geprüften Batteriepass
Wie aus vorhandenen Tabellen, ERP-Exporten und Lieferantendaten ein geprüfter Batteriepass wird: Datenquellen, Import, Freigabe, Herkunft und ERP-Anbindung.
Kurz gesagt
Wichtige Fakten
- Verantwortung für die Passdaten
- Der Wirtschaftsakteur, der die Batterie in Verkehr bringt: Angaben korrekt, vollständig und aktuell Quelle
- Zwei Ebenen
- Informationen zum Batteriemodell und zur einzelnen Batterie Quelle
- Einzelwerte je Batterie
- Leistungs- und Haltbarkeitswerte beim Inverkehrbringen und bei jeder Statusänderung Quelle
- Datenintegrität
- Authentizität, Zuverlässigkeit und Integrität der Daten sind zu gewährleisten Quelle
- Start der Passpflicht
- 18. Februar 2027 Quelle
Die meisten Daten für einen Batteriepass gibt es in Ihrem Unternehmen schon: in Excel-Listen der Fertigung, in ERP-Exporten, in Datenblättern und bei Lieferanten. Der Weg zu einem geprüften Pass führt nicht über Abtippen, sondern über vier Schritte: Modell- und Einzeldaten trennen, Seriennummern und Messwerte importieren, Lücken mit Nachweisen schließen und jeden Wert freigeben, bevor er öffentlich wird. Das ERP binden Sie am besten erst an, wenn dieser Ablauf steht.
Dieser Leitfaden zeigt den Weg am Beispiel eines Herstellers stationärer Speicher. Welche Pflichten dahinterstehen, beschreibt unser Beitrag Batteriepass für stationäre Speicher.
Wo liegen die Daten für einen Batteriepass heute?
Anhang XIII der Batterieverordnung zählt auf, was in den Pass gehört. Kaum etwas davon muss neu erhoben werden; es liegt nur an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Formaten.
| Angaben | Typische Quelle | Ebene |
|---|---|---|
| Modellkennung, GTIN, Produktname | Artikelstamm im ERP oder PIM | Modell |
| Nennkapazität, Spannungen, Leistung, Zyklenlebensdauer, Wirkungsgrad | Datenblatt, Unterlagen nach Art. 10 Abs. 1 | Modell |
| Zellchemie, Zusammensetzung, kritische Rohstoffe, gefährliche Stoffe | Zell- oder Modullieferant, Sicherheitsdatenblatt | Modell |
| Konformitätserklärung, Prüfberichte | Qualitätsmanagement | Modell |
| Seriennummer, Herstelldatum, Werk | ERP oder MES (Fertigungsrückmeldung); bei Importeuren der Wareneingang | Einzelne Batterie |
| End-of-Line-Messwerte wie Kapazität und Innenwiderstand | Prüfstand, MES | Einzelne Batterie |
| Zustandsdaten wie Zyklen und Temperaturen | BMS, Monitoring, Service | Einzelne Batterie |
Die Spalte „Ebene“ entscheidet, wie viel Arbeit entsteht. Modelldaten pflegen Sie einmal; Einzeldaten kommen mit jeder Batterie neu. Deshalb lohnt der Import vor allem bei den Einzeldaten.
Welche Angaben gehören zum Modell und welche zur einzelnen Batterie?
Art. 77 Abs. 2 verlangt beides: Informationen über das Batteriemodell und spezifische Informationen für die einzelne Batterie. Ein „Batteriemodell“ ist eine Version, deren Einheiten die gleichen relevanten Merkmale und die gleiche Modellkennung haben (Art. 3 Abs. 1 Nr. 19). Für die einzelne Batterie verlangt Anhang XIII Nummer 4 unter anderem die Werte für Leistung und Haltbarkeit „wenn die Batterie in Verkehr gebracht wird und wenn sich ihr Status ändert“: Das sind in der Praxis die End-of-Line-Messwerte jeder Einheit.
BatteryPass hält deshalb drei Ebenen auseinander im Test:
- Batteriemodell: das Handelsprodukt mit Name, Modellkennung, GTIN und Kategorie.
- Modellversion: ein technischer Stand mit Startdatum, etwa nach einem Zellwechsel. Hier stehen Chemie, Zusammensetzung, Leistungskennwerte und Konformitätserklärung. Eine Einheit ohne Angabe bekommt die Version, die an ihrem Herstelldatum galt.
- Einheit: die einzelne Batterie mit Seriennummer, Herstelldatum, Werk, Status und ihren Messwerten.
So verteilt unser Feldregister die Identifikationsangaben eines stationären Speichers:
| Datenfeld | Zugriffsebene | Pflicht | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|---|
| Produktname | öffentlich | freiwillig | |
| Modellkennung / SKU | öffentlich | Pflicht | Annex XIII 1(a); Annex VI Part A(2); Art. 38(6) |
| GTIN (GS1) | öffentlich | Pflicht | Art. 77(3) unique identifier (ISO/IEC 15459) |
| Batteriekategorie | öffentlich | Pflicht | Annex XIII 1(a); Annex VI Part A(2) |
| Hersteller (Name) | öffentlich | Pflicht | Annex XIII 1(a); Annex VI Part A(1); Art. 38(7) |
| Eingetragener Handelsname oder Marke | öffentlich | freiwillig | Annex XIII 1(a); Annex VI Part A(1); Art. 38(7) |
| Hersteller-Kennung (GLN/EORI) | Behörden | freiwillig | |
| Hersteller (Anschrift) | öffentlich | Pflicht | Annex XIII 1(a); Annex VI Part A(1); Art. 38(7) |
| Hersteller (E-Mail) | öffentlich | freiwillig | Annex XIII 1(a); Art. 38(7) (if available) |
| Hersteller (Website) | öffentlich | freiwillig | Annex XIII 1(a); Art. 38(7) (if available) |
| Verantwortlicher Wirtschaftsakteur | öffentlich | Pflicht | Art. 77(3)–(4) |
| Masse der Batterie (kg) | öffentlich | Pflicht | Annex XIII 1(a); Annex VI Part A(5) |
| Gewährleistungsfrist (months) | öffentlich | freiwillig | Annex XIII 1(m) |
| Produktbild | öffentlich | freiwillig | |
| Seriennummer | öffentlich | Pflicht | Annex XIII 1(a); Annex VI Part A(2); Art. 38(6); Art. 77(3) |
| Herstellungsdatum | öffentlich | Pflicht | Annex XIII 1(a); Annex VI Part A(4) (month and year) |
| Herstellungsort | öffentlich | Pflicht | Annex XIII 1(a); Annex VI Part A(3) |
| Batteriestatus | berechtigtes Interesse | Pflicht | Annex XIII 4(c) |
| Datum der Inbetriebnahme | berechtigtes Interesse | freiwillig | Art. 14(1); Annex VII Part B(1) |
Wie muss eine Tabelle aussehen, damit der Import gelingt?
Eine Zeile je Batterie, eine Spalte je Angabe. Mehr braucht es nicht. Der Import liest CSV-Dateien in UTF-8 mit Semikolon, Komma, Tabulator oder senkrechtem Strich als Trennzeichen und XLSX-Dateien, bis 10 MB, 10.000 Zeilen und 200 Spalten je Datei.
| Spalte | Beispiel | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| GTIN | 04012345000023 | 8, 12, 13 oder 14 Stellen mit gültiger Prüfziffer; gespeichert als GTIN-14 |
| Seriennummer | SV2027-000901 | Buchstaben, Ziffern, -, / und ., höchstens 50 Zeichen, eindeutig je Modell |
| Herstelldatum | 23.10.2026 | Ein Datumsformat für die ganze Spalte |
| Produktionsstätte | Werk Landshut | Name oder GLN des Standorts |
| Modellversion | B | Optional; sonst gilt die Version zum Herstelldatum |
| Kapazität (kWh) | 10,24 | Die Einheit gehört in den Spaltennamen |
Deutsche und englische Spaltennamen werden erkannt, ebenso übliche Varianten wie „EAN“ für die GTIN. Spalten, die der Import nicht kennt, bleiben ohne Zuordnung und schaden nicht. Für Exporte aus SAP, Business Central, Odoo und NetSuite gibt es fertige Importvorlagen, die die Spalten dieser Systeme zuordnen.
Die häufigsten Fehler entstehen nicht im Import, sondern vorher in Excel:
- Verlorene führende Nullen. Excel liest eine 14-stellige GTIN als Zahl und streicht die Null am Anfang. Formatieren Sie die Spalte als Text oder exportieren Sie direkt als CSV aus dem ERP.
- Mehrere Kopfzeilen und Summen. Eine Tabelle für Menschen hat Titelzeilen, verbundene Zellen und eine Summenzeile; eine Importtabelle hat genau eine Kopfzeile und sonst nur Batterien.
- Gemischte Einheiten. Wenn ein Werk in Wh und ein anderes in kWh liefert, gehören die Werte in zwei Spalten mit der Einheit im Namen, nicht in eine.
- Datumswerte als Zahlen. Exportiert Excel ein Datum als fortlaufende Zahl, ist das Format der Spalte falsch gesetzt.
Was prüft der Import, bevor eine Batterie angelegt wird?
Nach dem Hochladen sehen Sie zuerst die Zuordnung: welche Spalte zu welchem Feld gehört und in welcher Einheit. Dann prüft BatteryPass jede Zeile nach denselben Regeln wie die Eingabe im Portal und schreibt einen Bericht mit Zeile, Spalte und Grund im Test.
| Befund | Beispiel | Folge |
|---|---|---|
| Doppelte Seriennummer | Dieselbe Nummer zweimal in der Datei oder schon vorhanden | Zeile wird nicht importiert |
| Ungültiger Wert | Ein Sonderzeichen in der Seriennummer, eine falsche GTIN-Prüfziffer | Zeile wird nicht importiert |
| Verdächtige Einheit | 10240 statt 10,24, weil die Spalte in Wh statt kWh befüllt wurde | Warnung; der Wert bleibt bei der Freigabe offen |
| Unplausibles Datum | Ein Herstelldatum in der Zukunft | Warnung |
| Unsichtbares Zeichen | Ein Steuerzeichen aus Copy-and-paste | Wird entfernt |
Erst wenn Sie den Bericht gelesen haben, übernimmt ein Mitglied den Import. Die Einheiten entstehen als Entwürfe, ihre Werte mit der Quelle „Import“ und dem Verweis auf genau diese Datei.
Wie werden aus importierten Werten freigegebene Werte?
Ein importierter Wert ist erfasst, aber noch nicht geprüft. Bei Hunderten Batterien mit je einem Dutzend Messwerten wäre die Freigabe Wert für Wert nicht zu schaffen. Eine Prüferin gibt die Werte eines übernommenen Imports deshalb in einem Schritt frei im Test.
Die Regeln der Einzelfreigabe gelten dabei für jeden Wert. Offen bleiben:
- Werte, deren automatische Prüfung fehlschlägt;
- Werte ohne den Nachweis, den das Register für dieses Feld verlangt;
- Werte mit einer Importwarnung, etwa der verdächtigen Einheit;
- Werte, die die Prüferin selbst erfasst hat, wenn Ihre Organisation das Vier-Augen-Prinzip eingeschaltet hat.
Der Bericht der Freigabe nennt, wie viele Werte offen geblieben sind und warum. Diese prüfen Sie einzeln.
Wie schließen Sie Lücken, ohne hinterherzutelefonieren?
Nach dem Import zeigt BatteryPass für jede Modellversion und Einheit, was fehlt, und zwar nach dem Anforderungsstatus des Feldregisters: erforderlich, bedingt, nicht anwendbar mit Begründung oder später erforderlich. Ein Feld wie der CO₂-Fußabdruck, das erst mit einem künftigen Rechtsakt Pflicht wird, erscheint nicht als Lücke.
- Aufgaben mit Verantwortlichen. Fehlende Pflichtangaben werden zu Aufgaben, die einer Person zugeordnet sind.
- Nachweise am Wert. Datenblatt, Prüfbericht oder Lieferantenerklärung hängen an dem Wert, den sie belegen, mit ihrer eigenen Zugriffsstufe.
- Lieferantenanfragen. Ein Lieferant bekommt einen Link für genau die angefragten Felder, lädt Nachweise hoch und braucht kein Konto im Test. Seine Angaben werden wie alle anderen geprüft.
Ein typisches Beispiel: Der Zelllieferant kennt die Zusammensetzung von Kathode, Anode und Elektrolyt, Sie nicht. Statt eine Excel-Vorlage per E-Mail zu verschicken und die Antwort abzutippen, fragen Sie genau diese Felder an. Die Antwort landet mit Quelle „Lieferant“ und dem hochgeladenen Nachweis am Wert und wartet auf Ihre Prüfung.
Warum ist es wichtig, wer welchen Wert eingetragen hat?
Weil die Verantwortung beim Wirtschaftsakteur liegt. Er stellt sicher, dass die Angaben im Pass korrekt, vollständig und aktuell sind (Art. 77 Abs. 4), und Art. 78 verlangt, dass Authentizität, Zuverlässigkeit und Integrität der Daten gewährleistet sind (Buchstabe g) und Rechte zum Ändern von Informationen beschränkt sind (Buchstabe f). Wer bei einer Rückfrage der Marktaufsicht nicht sagen kann, woher ein Wert stammt, hat ein Problem, auch wenn der Wert stimmt.
BatteryPass speichert deshalb zu jedem Wert seine Herkunft im Test:
| Angabe | Beispiel |
|---|---|
| Quelle | Import, Portal, Lieferant, API |
| Erfasst von und am | Mitglied oder Lieferantenlink, Zeitpunkt |
| Verantwortlich | Das zuständige Mitglied |
| Prüfung | Freigegeben von, am, mit Notiz |
| Nachweise | Die Dokumente dieser Revision |
| Historie | Jede frühere Revision; nichts wird überschrieben |
Eine Änderung fügt eine neue Revision ein und markiert die alte als abgelöst. So bleibt nachvollziehbar, wer was wann geändert hat. Wie wir die Daten selbst schützen, steht auf der Seite Sicherheit.
Wie kommt der ERP-Export ohne Handarbeit herein?
Wenn der Ablauf mit Tabellen steht, kann Ihre Middleware die Datei selbst liefern. Der Ablauf sieht so aus:
- Das ERP bucht die Fertigungsrückmeldung oder den Wareneingang und legt die Seriennummern in einer Ausgangstabelle ab.
- Die Middleware sammelt sie und schreibt eine Datei im Format einer Importvorlage.
- Ein API-Schlüssel mit dem Scope
importlädt die Datei hoch und startet die Prüfung. - Ein Mitglied liest den Prüfbericht im Portal, übernimmt den Import und gibt die Werte frei.
- Die Pässe werden veröffentlicht.
Übernehmen, freigeben und veröffentlichen kann ein Schlüssel nicht: Diese Schritte bleiben bei Mitgliedern Ihrer Organisation, damit deklarierte Daten nur durch die Entscheidung einer Person in den Pass gelangen.
Wir beschreiben diese Anbindungen als Integrationsmuster über die veröffentlichte API, nicht als fertige Konnektoren. Für die verbreiteten Systeme halten wir Schnittstellen, Anmeldung und den Stand unserer Prüfung fest:
Zwei Beispiele, warum sich der Blick in die Details lohnt: Die Standard-API von Business Central liefert Artikelposten ohne Serien- und Chargennummern, dafür braucht es eine eigene API-Seite. Und Odoo 19 bietet die JSON-2-API mit API-Schlüsseln als Bearer-Token, während XML-RPC und JSON-RPC abgekündigt sind. Mehr dazu auf den Seiten Business Central und Odoo, alle Systeme unter Integrationen.
Wie gelangen Pass-Link und Status zurück ins ERP?
Über den Änderungsfeed. Ein Schlüssel mit dem Scope read fragt regelmäßig ab, was sich geändert hat: Einheit
angelegt, Pass veröffentlicht, neu veröffentlicht oder zurückgezogen. Die Einträge enthalten keine Werte und keine
Personen, nur was sich an welchem Objekt geändert hat; die Middleware liest danach das Objekt selbst. So schreibt sie
den GS1 Digital Link und den Passstatus an den Seriennummernsatz im ERP, und Etiketten und Lieferpapiere tragen den
richtigen Link. Die Schnittstellen beschreibt die Seite Entwickler.
Zustandsdaten aus dem BMS gehen den umgekehrten Weg in den Pass: Ein Schlüssel mit dem Scope condition meldet
Messwerte mit ihrem Messzeitpunkt. Sie gelten als Messung, nicht als Erklärung, und werden ohne zweite Person
übernommen; ältere Messungen als die gespeicherte überspringt BatteryPass.
Welche Daten sollten Ihr ERP nie verlassen?
Der Batteriepass braucht Daten über Batterien, nicht über Menschen. Behalten Sie im ERP:
- Namen, Adressen und Auftragsnummern von Kundinnen und Kunden;
- Namen von Beschäftigten und Servicetechnikern;
- Preise, Margen und Lieferantenkonditionen;
- Standort- oder Betreiberdaten einer Batterie im Feld.
Die Seriennummer genügt, um einen Pass, ein Ereignis oder einen Messwert mit dem Satz im ERP zu verbinden.
Wann ist ein Pass bereit zur Veröffentlichung?
Wenn keine Pflichtangabe mehr fehlt und alle Werte freigegeben sind. Vorher lässt BatteryPass die Veröffentlichung nicht zu. Vor dem Veröffentlichen sehen Sie den Pass so, wie ihn die Öffentlichkeit, Personen mit berechtigtem Interesse und Behörden sehen würden. Beim Veröffentlichen wird die Passversion signiert und ist über ihren GS1 Digital Link erreichbar; wie das aussieht, zeigt der Beispiel-Batteriepass.
Danach beginnt die Pflege: Art. 77 Abs. 4 verlangt aktuelle Angaben. Jede spätere Änderung durchläuft dieselbe Prüfung und erzeugt eine neue Passversion; frühere Versionen bleiben mit ihrem Datum lesbar.
Womit fangen Sie an?
- Ein Modell auswählen, am besten das mit den meisten Einheiten.
- Eine Seriennummernliste exportieren, mit GTIN, Herstelldatum und Werk.
- Die Modellversion anlegen und die Werte aus Datenblatt und Unterlagen nach Art. 10 eintragen.
- Lieferanten anfragen für Zusammensetzung, kritische Rohstoffe und gefährliche Stoffe.
- Prüferinnen und Prüfer festlegen und entscheiden, ob das Vier-Augen-Prinzip gilt.
- Importieren, Bericht lesen, übernehmen, freigeben.
- Vorschau prüfen und veröffentlichen.
- Automatisieren, wenn der Ablauf sitzt: zuerst den Import, dann den Rückweg ins ERP.
Bis zum Stichtag sollte dieser Ablauf einmal vollständig gelaufen sein. Was BatteryPass darüber hinaus kann, steht auf der Produktseite.
Häufige Fragen
Können wir unsere bestehende Excel-Liste direkt importieren?
Meistens ja. Eine Zeile je Batterie mit Seriennummer, GTIN oder Modellkennung und Herstelldatum genügt für den Anfang. Deutsche und englische Spaltennamen werden erkannt, unbekannte Spalten bleiben ohne Zuordnung, und vor dem Übernehmen sehen Sie für jede Zeile, was angelegt wird.
Müssen Lieferanten ein Konto in BatteryPass anlegen?
Nein. Ein Lieferant bekommt einen Link, über den er genau die angefragten Felder ausfüllt und Nachweise hochlädt. Seine Angaben werden danach wie jeder andere Wert geprüft und freigegeben.
Kann unser ERP Pässe automatisch veröffentlichen?
Nein, und das ist Absicht. Ein API-Schlüssel kann einen Import bereitstellen und prüfen lassen, aber weder übernehmen noch Werte freigeben noch veröffentlichen. Diese Schritte bleiben bei Mitgliedern Ihrer Organisation, damit jemand für die deklarierten Daten einsteht.
Was passiert, wenn sich ein Wert nach der Veröffentlichung ändert?
Die Änderung wird als neue Revision gespeichert und wieder geprüft. Nach der Freigabe veröffentlichen Sie eine neue Passversion; frühere Versionen bleiben mit ihrem Datum lesbar.
Brauchen wir zuerst ein ERP-Projekt?
Nein. Beginnen Sie mit einem Modell und einer exportierten Tabelle. Die Anbindung des ERP über die API lohnt sich, wenn der Ablauf steht und laufend neue Seriennummern dazukommen.
Quellen
- Verordnung (EU) 2023/1542, Artikel 77: Batteriepass · Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (EUR-Lex) · abgerufen am 25. Oktober 2026
- Verordnung (EU) 2023/1542, Artikel 78: Technische Gestaltung und Einsatz des Batteriepasses · Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (EUR-Lex) · abgerufen am 25. Oktober 2026
- Verordnung (EU) 2023/1542, Artikel 3: Begriffsbestimmungen (Batteriemodell) · Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (EUR-Lex) · abgerufen am 25. Oktober 2026
- Verordnung (EU) 2023/1542, Anhang VI: Kennzeichnung und Informationen · Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (EUR-Lex) · abgerufen am 25. Oktober 2026
- Verordnung (EU) 2023/1542, Anhang XIII: In den Batteriepass aufzunehmende Informationen · Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (EUR-Lex) · abgerufen am 25. Oktober 2026
- itemLedgerEntry resource type (Business Central API v2.0) · Microsoft Learn · abgerufen am 25. Oktober 2026
- External JSON-2 API (Odoo 19.0) · Odoo S.A. · abgerufen am 25. Oktober 2026
Dieser Artikel gibt den Stand der Rechtslage wieder, wie wir ihn am 25. Oktober 2026 an den verlinkten Primärquellen geprüft haben. Er ist keine Rechtsberatung; maßgeblich ist der Text im Amtsblatt der EU.
Über den Autor
BatteryPass-Redaktion
Produkt- und Regulierungsteam von BatteryPass
Wir bauen BatteryPass und lesen dafür die Batterieverordnung, die Leitfäden der Kommission und die Dokumentation der ERP-Hersteller im Original. Entwürfe entstehen mit KI-Unterstützung; jeder Artikel wird von Menschen geprüft, und jede regulatorische Aussage ist mit ihrer Primärquelle verlinkt.
Weitere Artikel
- IntegrationBatteriepass sicher an SAP, Business Central und Odoo anbindenWelche Daten aus SAP, Business Central und Odoo in den Batteriepass gehören, wie die Anbindung über die API sicher bleibt und was ein Schlüssel nicht darf.
- LeitfadenLieferantendaten für den Batteriepass ohne LieferantenkontenWelche Passdaten von Zell- und Modullieferanten kommen, was Art. 39 verlangt und wie Sie fehlende Angaben per Link anfragen, prüfen und schützen.
- DatenHerkunft und Vier-Augen-Prüfung: Warum zählt, wer was eingetragen hatWas die Batterieverordnung zu korrekten, unverfälschten Passdaten verlangt und wie Herkunft je Wert, Vier-Augen-Freigabe und signierte Versionen das belegen.